Eine Lanze brechen….

Dieses Thema enthält 29 Antworten, hat 1 Stimme, und wurde zuletzt vor vor 5 Tage, 20 Stunden von  Irmgard Skomoroch aktualisiert.

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  • #68629 Antwort

    Thomas M.

    Nachdem selbst Andreas geschrieben hat, daß er den Künstler Freddy Quinn natürlich über alles bewundert aber mit der Person Franz Eugen Helmut Manfred Nidl-Petz so seine Schwierigkeiten hat, glaube ich, ist es an der Zeit, eine Lanze für Freddy Quinn aka Herrn Nidl-Petz zu brechen.
    Die meisten bemängeln wohl seine Äußerungen, meist nicht in einer moderaten Form vorgetragen, sondern eher mit der Lautstärke eines startenden Düsenjägers vergleichbar, wenn es darum geht, daß Besucher seiner Veranstaltungen während eben dieser einfach so drauflos fotografieren und wenn möglich noch mit einem, einen unter Flutlicht erleuchteten Fußballstadium vergleichbaren Blitz die Halle, die Herr Quinn in diesem Moment beehrt, erhellt.
    Dazu muß man sagen, daß, wie Herr Quinn schon so oft betont hat, er ein Dienstleister gewesen ist, der, für das zahlende Publikum sein Bestes zu geben hatte. Und dazu gehörte eben, daß Freddy Quinn ganz gleich ob in einem Konzert oder einer Theatervorstellung, er immer versuchte, dem Rahmen entsprechend eine bestimmte Stimmung aufzubauen, eine Atmosphäre vergleichbar einer Wohlfühloase zu schaffen, dem geschätzten Publikum einen Abend zu bereiten, den sie noch ganz lange in guter Erinnerung behalten und ebenso lange davon zehren sollte.
    Und dann passiert das, gedanklich fährt das weiße Schiff gerade mit Jimmy Brown dem Seemann, der La Paloma auf seinem Kamm pfeift und somit eine stimmungsvolle Melodie der Nacht erzeugt, Richtung Hongkong, als auf einmal zuckende grellene Blitze den Saal taghell erleuchten. Die Stimmung ist hin und das grollende Donnern aus dem Mund des sich auf der Bühne abmühenden Protagonisten folgt schneller, weil unerwartet, als die Blitze erlöschen.
    Freddy Quinn hat immer a l l e s für sein Publikum gegeben und konnte daher auch zu Recht (sehr) böse werden, wenn er seine Arbeit torpediert sah! Falls aber aus dem, seinem sprachlichen Gewitter ein alles zerstörendes Unwetter sich entwickelte, hat er sich immer, nachdem der Sturm vorüber war, für sein Verhalten vor versammelten Publikum entschuldigt, aber auch erklärt, warum er so reagiert hat.
    Ich jedenfalls kenne keinen anderen Künstler, dem man, wenn man ihn mit entsprechender Rücksicht und entsprechenden Respekt begegnete, so nahe kommen und soviel menschliche Zuneigung erfahren konnte.
    Ein Beispiel dafür: Nach einer Aufführung von „Große Freiheit Nr.7“ in der Bremer Glocke, begehrten noch viele ein Autogramm von Freddy Quinn. Dieser ließ sich aber wie gewohnt „ein bißchen“ Zeit, bevor er erschien. Zu dem Zeitpunkt wollte die Glocke aber schon schließen, also verlegte Herr Quinn kurzerhand die mitternächtliche Autogrammstunde, die dann bis weit in die frühen Morgenstunden dauerte, auf den Vorplatz des Konzerthauses. Jeder bekam ein Autogramm und ein mehr oder minder langes Gespräch mit Freddy Quinn. Keiner hat diese „lange Nacht des Autogramms“ jemals wieder vergessen.
    Fazit: Freddy Quinn war i m m e r für sein Publikum da, aber, wie im wirklichen Arbeitsleben auch, war er zweifelsohne der Boß, dem man mit Rücksicht, Respekt und Toleranz begegnen sollte. Als Dank dafür durfte man mit auf die sagenumwobene Wolke 7, eine Wolke, die getragen wurde von der Begeisterung des Publikums zu seinem Idol und von der Begeisterung des Künstlers zu seinem Publikum, welches ihm rückblickend über Jahrzehnte die Treue gehalten hat und immer noch hält.

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  • #68630 Antwort

    PietON

    Danke Thomas, endlich jemand der klar Stellung bezieht und genau das sagt wie Ich es auch immer erlebt habe, super.

  • #68631 Antwort

    Norbert Dümeland

    Guten Abend Thomas,
    da Du F.Q. sehr oft nach Live auftritten erlebt hast, kennst Du F.Q. besser als viele andere Fans, und liegst daher mit Deiner
    Meinung sicher richtig.
    Aber auch ich habe meine Probleme mit Herrn Petz,ob alles stimmt, was er uns im laufe der Jahre erzählt hat.
    Gruß Nobby

  • #68632 Antwort

    Norbert Heikens

    Danke Thomas, das ist sehr gut geschrieben. Ich kann verstehen das Freddy Quinn da manchmal etwas in Rage geraten ist wenn wieder solche Fotografen Ihm und auch das Publikum mit dem Blitzlichtgewitter stören. Da ist Freddy Quinn noch rechtzeitig von der Bühne gegangen weil in der heutigen Zeit mit den vielen Handy,s das wäre ja der Horror. Das ist meine Zugabe zu den Bericht, bin nicht der große Schreiber aber dies mußte ich doch berichten. Heute mit den Stadionkonzerten und viele Zehntausende das ist alles nichts, dazu noch übertriebene Lichteffekte usw . Nein das alles brauch ich nicht, Stecker raus und nichts geht mehr. Hat mit Musik nichts mehr zu tun. Grüße Norbert Heikens

  • #68633 Antwort

    Josef Huth

    Guten Morgen liebe Vorschreibung!

    Möchte zu diesem Thema auch was sagen.Konnte in der Zeit wo ich in Düsseldorf gewohnt habe in vielen
    Konzerten von Freddy dabei sein und
    kann gutes berichten
    Das er bei Blitzlichtgewitter nicht begeistert war kann man auch verstehen.Wenn man live singt und auch selber durchs Programm führt
    ist das schon stöhrend.
    Bei den Vollblaibacksängern von heute stört das nicht.
    VG
    Josef aus der Eifel

  • #68634 Antwort

    Josef Huth

    „Vorschreiber“

  • #68635 Antwort

    Josef Huth

    „Playback“

  • #68636 Antwort

    Norbert Schmitz

    Ich habe Freddy auch bei einigen Konzerten live erlebt. Er war immer freundlich und hat die Fotografen und die Fans welche fotografieren wollten gebeten zu warten. Er machte dann extra eine Pause und lies sich dann geduldig fotografieren, bis er im Programm weiter machte.
    Ich habe ihn in der Jahrhunderthalle in Frankfurt erlebt, wo er nach der Aufführung des „Prärie Saloons“ geduldig Autogramme gab. Sich mit jedem unterhielt und scherzte. In mein mitgebrachtes Buch „Lieder die das Leben schrieb 1963 Ausgabe“ mir einige Autogramme schrieb. Er war ganz erstaunt und wollte wissen, wo ich das Buch her hatte. Eine extra Autogrammkarte habe ich auch noch bekommen. Das war dann aber schon nach Mitternacht und er hatte keine Ermüdungserscheinungen. Erst als der letzte der zahlreichen Fans gegangen war, ging er dann auch.

    Noch eine schöne Woche und ein hoffentlich nicht allzu heißes Wochenende – Norbert

  • #68637 Antwort

    Irmgard Skomoroch

    Guten Tag meine großen Freddy Fans und Plauderecken Freunde ich kann mich nur anschließen was meine Vorschreiber gutes über Freddy geschrieben haben Ich kenne nur das Freddy zu seinen Fans Freundlich war auf jeden Konzert bei mir hat Freddy in Münster sogar ein Liegestuz gemacht das mein Mann ein wunderschönes Foto von uns beide machen könnte da bin ich Super Stolz darauf nun liebe Grüße von Irmchen und Werner von der Ostsee 🌊

  • #68644 Antwort

    Doris Schlüter

    Zu diesem Thema des Fotografierens während der Konzerte habe ich auch einen kleinen Beitrag .Nach etlichen Fotoblitzen kam die Ermahnung von Freddy : „noch ein Blitz und ich verlasse die Bühne.“ . Ich war erschrocken,aber die Künstler haben doch das Recht , auch an ihre Gesundheit zu denken . Es sind auf Grund der übertriebenen Lichtreflexe schon sehr viele Unfälle passiert.Ich war gerade beim Überlegen , ob ich es auch ohne Blitz schaffe, meinen Lieblingssänger zu fotografieren. Meine Hand wagte es nicht einmal ,den Fotoapparat aus der Tasche zu holen.
    Ich konnte das Konzert dennoch so richtig genießen, auch wenn ich auf ein Autogramm verzichtete, weil mein Mann draußen auf mich wartete. Er kam nicht mit ins Konzert, weil er meinen
    „verklärten “ Blick in Freddys Richtung nicht ertragen konnte. Haha !
    Da ich aus der ehemaligen DDR bin, muss ich mal etwas zu den Qualitätsansprüchen der Musik sagen . Ich habe Freddy am meisten über Radio Luxemburg(Kurzwelle) gehört, mit einem Antennendraht um den Finger gewickelt , habe nebenbei Schulaufgaben erledigt und war hin und weg bei seinen Liedern. Heute bin ich schwerhörig , habe Tinitus und meine Ansprüche an jetzt mögliche Qualität sind unwichtig. Ich freue mich über die Beiträge aus der Liederkette. Besonders die letzte von Herrn Dr. Briese hat mich tief berührt , ganz besonders das Lied von den 17 Soldaten.
    Wieviel entsetzliche Wahrheit steckt in diesem Lied damals und heute.
    Seid alle gegrüßt von Doris aus Kühlungsborn

  • #68645 Antwort

    Andreas Schmall

    Liebe Freunde!

    Sehr ungern möchte auch ich mich an dieser Diskussion beteiligen! Ich möchte aber klar stellen, daß Freddy Quinn mich seit meinem 10. Lebensjahr nicht nur mit seinen Liedern begeisterte, sondern auch als Mensch – als öffentliche Person – von mir äusserst geschätzt war; sozusagen mein Idol, obwohl ich dieses abgedroschene Wort nicht gern niederschreibe. Ich konnte und kann mir bis heute nicht vorstellen, wie es dereinst sein wird, wenn er sich zu den Legenden im Künstlerhimmel gesellt hat. Ein furchtbarer Gedanke! Als ob man einen nahen Verwandten verloren hätte, der einem in Freud und Leid beigestanden hat. Somit als Klarstellung, dass ich absolut keine Schwierigkeiten mit der Person Freddy Quinns habe! Lieber Thomas, da hast Du mich gründlich mißverstanden!

    Im Gegenteil, ich habe Freddy Quinn bei den persönlichen Begegnungen IMMER als einen der wenigen Künstler erlebt, der bei und nach seinen Auftritten etc. immer sehr leutselig und geduldig für seine Fans bis weit über Mitternacht da war etc. Umso mehr enttäuschte, ja entsetzte es mich und meine Frau, am Anfang eines Konzertes zu erleben, wie er auf ein Blitzlichtfoto eines vermutlichen Pressefotografen (seiner Ausrüstung zufolge) mit einem Wutanfall reagierte und von der Bühne gehen wollte. Einerseits hatte man mir schon als Kind beigebracht, Wut und Zorn in der Öffentlichkeit hintan zu halten und ALLES im Guten zu regeln. Andererseits habe ich in meiner Jugend als Fotograf für Quelle gearbeitet und weiß, wie empfindlich manche Menschen auf Blitzlicht reagieren! Wieder einmal habe ich also heute im Nachhinein mit der Weisheit des Alters Verständnis für beide Seiten! Auch war und sind Blitzlichtgewitter im Theater, Zirkus etc. daher für mich Tabu, umso mehr ohne Einverständnis des Künstlers! Da bin ich voll bei unserem Allroundkünstler.

    Übrigens: Heutzutage braucht man mit den Handys kein Blitzlicht mehr, um scharfe Bilder zu bekommen. Trotzdem empfinde ich das „Gefuchtel“ mit und ohne Taschenlampe der Handys bei den heutigen Konzerten, das Klatschen während der „Schlagzeug lastigen“ Lieder (die keine mehr sind!) und das Aufstehen bei fast allen Liedern nach der Pause bei Live Konzerten äusserst störend. So erlebt im Großen Festspielhaus Salzburg bei einem Nik P. Konzert, zu dem mich eine Nachbarin überredet hat! Wie sehr habe ich mich damals nach den guten alten Freddy Konzerten zurückgesehnt, als die Leute noch andächtig still die Lieder des Jahrhundertkünstlers genossen, erst am Ende jedes Liedes minutenlang klatschten und bis zum Konzertende sitzen blieben! Sodass man die Lieder nicht nur hören, sondern den Künstler und die Band auch sehen konnte. Erst dann gab es lange, sehr lange stehende Ovationen und lautes Klatschen.

    Doch zurück zum Thema: mir ging und geht es immer darum, wie jemand öffentlich seine Ablehnung formuliert – ob wütend & ausfallend oder bestimmt & höflich! Facit: Meine Stimmung und die meiner Frau und Sitznachbarn war nach diesem unvermuteten Fauxpas völlig dahin und wir konnten bis zur Fotopause Freddy Quinns wunderbare Lieder nicht so richtig geniessen. Also wurde durch den von beiden Seiten verursachten Vorfall gerade jenes „Flair“ zerstört, das Freddy Quinns Live Konzerte so unnachahmlich macht und den Du, Thomas im ersten Beitrag so treffend beschreibst! Schließlich wurde es doch noch ein tolles Konzert und ich war überglücklich, in der Fotopause „blitzen“ und am Ende mit meinem Idol plaudern zu können. Mehr aber auch nicht weniger möchte ich zur Klarstellung des Mißverständnisses meines Freundes Thomas M. nicht schreiben, zumal ich mir mit meiner PNP Erkrankung mit dem Tippen schon schwer tue.

    Als Freddy Freund, der seit seiner Frühpension bestrebt ist, sein Lebenswerk wie eine Handvoll Insider in Bild, Ton und auf Papier“ für die Ewigkeit“ zu bewahren, kann ich ansonsten nur allen Schreibern beipflichen, welche nur Gutes von ihren Erlebnissen mit Freddy Quinn als Künstler und Mensch zu berichten haben.

    Liebe Grüße – Andreas

  • #68646 Antwort

    Alf Rolla

    Dass jemand , der wahrscheinlich bei UMG im Geschirr steht, keine negativen Aussagen über einen Künstler macht, von dem sein Arbeitgeber Tonträger verlaufen möchte, ist nicht erstaunlich. Beim Gegenteil könnte er gleich seinen Schreibtisch aufräumen. Fazit: DAS IST NICHT DIE PRIVATE MEINUNG!

    • #68649 Antwort

      Andreas Schmall

      Hallo Alf!

      Ich muß Dir energisch widersprechen! Obiges IST meine private Meinung! Wenn ich EINEN Fehler in meinem Leben gemacht habe, dann ist es meine Ehrlichkeit. Doch ich gehe nicht ab davon, wenn es mich auch schon manche (vermeintliche oder falsche) Freunde gekostet hat. Ich bin auch oft schon bei Freddy Foren im Internet und bei Universal und Electrola damit angeeckt, wo ich ehrenhalber mitarbeite. Wer mich kennt, weiß das!

      Andreas

  • #68650 Antwort

    Irmgard Skomoroch

    Herr Alf Rolla wir Freddy Fans und Plauderecken Freude sind auf dem Portal um uns an Freddy zu erfreuen man kann auch seine Meinung sagen aber sie sind Fehl am Platz das ist meine Persönliche Meinung

  • #68651 Antwort

    Alf Rolla

    Dich hab ich NICHT gemeint, lieber Andy – sondern Thomas M.

    • #68652 Antwort

      Andreas Schmall

      Ach herrjeh! Immer diese Mißverständnisse – seufz!

  • #68653 Antwort

    Horst K.

    Kurzes Statement von einem Ur-Freddy-Fan, der sich aber mit einer quasi Heiligsprechung nicht anfreunden kann.
    Es war Freddy hoch anzurechnen, dass er sich nach seinen Auftritten meistens noch die Zeit nahm, um Autogramme zu schreiben. Er konnte sehr leutselig sein, konnte aber auch von einer Sekunde zur anderen sehr schroff werden…und das manchmal grundlos. Also nicht nur bei zu großer Nähe oder Aufdringlichkeit, was jeder verstanden hat.
    James Last und Wim Thoelke loben in ihren Autobiographien das Können und die Berufsauffassung von Freddy Quinn in den höchsten Tönen, erwähnen aber auch seine Empfindlich- oder Empfindsamkeit und dass er oft maulig und unzufrieden war.
    Meines Erachtens zog sich dies durch sein ganzes Künstlerleben.
    Ich habe ihn oft auf der Bühne live gesehen und ihn danach bei Autogrammstunden getroffen. Mal abgesehen von seiner Blitzlichtphobie, die ihn dann auch noch verfolgte, konnte seine Stimmung blitzschnell schwanken. Positiv und negativ. Unvergesslich seine Antwort an einen Fan, der sich in Osnabrück 2005 für das Autogramm bedankte und ihm ein schönes Osterfest wünschte. Ein sehr unfreundliches „Ostern kann mir gestohlen bleiben“.
    Ich hätte ihm während seines künstlerischen Schaffens mehr Gelassenheit und Lockerheit gewünscht. Hoffentlich hat er beides im Privatleben gefunden.

  • #68654 Antwort

    Norbert Dümeland

    Guten Abend lieber Horst K.
    Das ist doch mal ein tolles Tatemant und nicht immer die ,, Lobhodelei,,.
    Gruß Nobby,

  • #68655 Antwort

    Norbert Dümeland

    Ich muss mich verbessern.
    STATEMENT.

  • #68656 Antwort

    Josef Huth

    Guten Morgen liebe Plaudereien Freunde,
    ich glaube das Thema ist jetzt genug
    durchgekaut.
    Ich als Fan der ersten Stunde kann auch wenn ich mich wiederhole nur
    sagen, das Freddy sich seinen einmaligen Erfolg schwer erarbeitet hat.
    Es gibt kein Unterhaltungskünstler
    Weltweit der so vielseitig war, alles will ich nicht aufzählen, das wisst ihr ja als echter Fan selbst.

    Eine gute Zeit wünscht

    Josef aus der Eifel

  • #68657 Antwort

    PietON

    Danke Josef, endlich jemand, der nicht mit seine sogenannten schlechten Erfahrungen mit Freddy prahlt.

  • #68658 Antwort

    Norbert Schmitz

    Nach allem was ich jetzt so gelesen habe, ist mir Freddy noch sympatischer geworden. Es hat bei ihm trotz seiner enormen Erfolge immer auch gemenschelt. Er war ein völlig normaler Mensch, ohne Allüren und eingebildet sein. Er hat seinen Emontionen freien Lauf gelassen. Im Gegensatz zu anderen Künstlern. Die auf den kleinen Fan herunterschauen und der Meinung sind, er muß dankbar sein, wenn er ein Foto mit Unterschrift (meist auch noch unlesbar) bekommt.
    Um mit Josef Huth zu schreiben, es ist genug durchgekaut.
    Ein schönes Wochenende – Norbert

  • #68659 Antwort

    Josef Krautzberger

    So Super Argumente und Beiträge, wie ihr wunderbaren Experten sie erstellt, hat der alte müde Josef aus Hirschstetten nicht.
    Ich kann nur erwähnen, Freddy war und ist für mich der größte Musik- und Filmstar, der mir seit 1956 viel Freude geschenkt hat.
    Was Kritiker oder Journalisten an ihm herumnörgeln oder meckern mögen, geht mir am ……………….. vorbei.
    Jetzt hätte ich bald etwas Unschönes geschrieben, was sich aber für einen pensionierten katholischen Volksschullehrer nicht ziemt (oder geziemt).
    Liebe herzliche Grüße an euch alle
    sendet der alte Josef aus Hirsschstetten

  • #68660 Antwort

    Horst K.

    Es ist offenbar sinnlos, hier zu versuchen, ein etwas objektiveres Bild von dem Künstler und Menschen Freddy Quinn zu zeichnen.
    Nochmals, ich bin Freddy – Fan seit Urzeiten und habe seine großartige Karriere wie alle Anderen in diesen Foren mit Bewunderung verfolgt. Ja…er war fast immer bereit, nach seinen Auftritten noch Autogramme zu geben und einen kleinen Plausch zu halten. Hochachtung!
    Und ja…er ist ein Mensch mit Ecken und Kanten, vollkommen okay. Aber für jedes manchmal äußerst grenzwertige Verhalten immer volles Verständnis zu haben, weil man ein so treuer Fan ist, fällt mir schwer. Ich habe gestern an dieser Stelle keine Kritiker zitiert, sondern Showkollegen, die Freddy im Rahmen der künstlerischen Arbeit begleitet haben. Sie äußern sich nur positiv über seine Fähigkeiten etc, sie sprechen aber auch die etwas problematische Seite von ihm an.
    Oft hat Freddy den Wunsch formuliert, mal in einer Fernsehserie eine größere Rolle zu bekommen. W. Rademann war dann teilweise anwesend und lächelte nur. Ich bin davon überzeugt, dass Freddy sich so manche Chance mit seinen ganz besonderen Ecken und Kanten selbst verbaut hat.

    • #68680 Antwort

      Hammonia46

      Danke Horst K.! Es ist wirklich sinnlos hier so eine objektive Diskussion zu führen….wie man liest! Das dumme ist nur, FQ mochte diese “hardcore“ Fans selber nicht, die immer alles toll fanden und sich keine objektive Meinung bilden konnten/wollten! Überhaupt hasste er das Wort FAN, denn es kommt von fanatisch, und solche Leute lehnte er grundsätzlich ab! Ich denke diese FANS würden immer alles schönreden, egal was FQ angestellt hätte 😉

      LG

  • #68682 Antwort

    Thomas M.

    Hallo Hammonia46!

    Sie haben natürlich vollkommen Recht mit dem was Sie geschrieben haben.
    Zur Unterstreichung dessen, hier ein Zitat, ein guter Rat, den Freddy schon 1971 einer Verehrerin mit auf den Weg gab: „Steigern Sie sich nicht in eine grenzenlose Verehrung hinein. Leben Sie ihr Leben! Schauen Sie sich in Ihrer Welt um! Unterscheiden Sie vor allem zwischen Schein und Wirklichkeit, zwischen Wahrheit und Traum!“
    Man kann natürlich nicht in einen Menschen hinein schauen, aber ich meine, folgende Erklärungen, weshalb Herr Quinn im Laufe der Jahrzehnte immer „sensibler“ wurde, könnten doch einen gewissen Grad an Wahrheit enthalten.
    – Die Geschichte um „Spanish eyes“
    Obwohl Freddy Quinn Anfang der 1990er Jahre nochmals betonte, daß er nicht mehr vergrämt sei, daß nicht er, sondern Al Martino mit diesem Lied einen Welthit landete und er, Freddy Quinn, inzwischen damit zufrieden sei und seine Ruhe gefunden habe, weil er sich bestätigt fühle in seinem unerschütterlichen Glauben an die Qualität dieses Liedes, denke ich, daß diese Aussage nicht unbedingt seiner tiefen innerlichen Überzeugung entspricht. Denn u.a. durch das Querstellen der Polydor, die ihm im „Austausch“ mit Connie Francis in Deutschland, einen Start in Amerika versprach, sich aber nicht daran gehalten hat, weil sie natürlich Platten mit Freddy in Deutschland verkaufen wollte und nicht an ein Geschäft, an dem sie eh nicht partizipieren konnte, im fernen USA interessiert war, ihm die große Weltkarriere praktisch verbaut hat. Das kann nicht spurlos an einem vorüberzieh´n!
    – Die fehlende Anerkennung der Branche in Deutschland
    Obwohl Freddy Quinn nachweislich so vielseitig ist wie kaum ein anderer Künstler in Deutschland, trifft auf ihn leider 100% zu, daß der Erfolg im eigenen Land nicht viel wert ist bzw. mißtrauisch beäugt wird. So fragte er schon Anfang der 1970er Jahre in einem Interview „Ich bin nicht zwei Klassen schlechter als Peter Alexander! Wieso bietet man mir nicht auch ein Show an?“ Wie bekannt, sollte es noch einmal einige Jahre dauern, bis diesem Wunsch dann entsprochen wurde. Aber dieser ewige „Kampf“ um Anerkennung hinterläßt natürlich Spuren.
    – Die Erwartung der Fans
    Freddy Quinn war immer bestrebt, nicht nur musikalisch mit der Zeit zu gehen. Ihm war immer wichtig , daß zu einer guten Melodie auch aussagekräftige Texte hinzukommen. Und er hatte damit auch bis mindestens in die 1970er Jahre hinein Erfolg. Zu seinen besten Produktionen gehören zweifelsohne „Freddy Heute 1 & 2“, „Istanbul ist weit“ oder auch aus Mitte der 1980er Jahre „Nicht eine Stunde tut mir leid“. Natürlich waren seine Titel der 1950er und 1960er Jahre ihrer Epoche entsprechend wichtig und legitim, denn sie drückten wie keine anderen den damaligen Zeitgeist aus und wurden folgerichtig im Laufe der Jahrzehnte zu Evergreens, zu wichtigen Meilensteinen der deutschen Musikgeschichte der Nachkriegszeit.
    Doch auch wie „classic cars“ sollte man diese Evergreens in der Regel nur zu besonderen Anlässen erklingen lassen. Man merkte Freddy Quinn an, spätestens ab Mitte der 1980er Jahre, nachdem er mit „Nicht eine Stunde tut mir leid“ ein bahnbrechendes, aber leider weit vom großen Erfolg entferntes Album vorgelegt hat, seinen inneren Kampf zwischen dem Dienstleister, der die Titel zu singen hat, die das Publikum hören möchte und dem Anspruch, den man selbst als Künstler hat, sich weiterentwickeln zu dürfen, sein Publikum mit Neuem zu überraschen! Doch das Publikum von Freddy Quinn wollte nichts Neues von ihm hören, sie wollten immer und immer weiter auf der Welle, die das weiße Schiff nach Hongkong mit Jimmy Brown, dem Seemann, trägt, mit reiten. Und das kann einen Künstler schon zermürben. Und so sah man es Herrn Quinn bei aller Professionalität auch an, wenn er bis 2007 den Jungen geben mußte, der den Brief von seiner Mutter las, in dem sie ihn flehentlich bittet „Junge, komm bald wieder“, daß er das eine oder andere Mal durchaus gedacht haben möge „Ach Leute, wieso muß ich eigentlich auch heute wieder diese ollen Kamellen (liebevoll wertschätzend gemeint) singen, dazu noch mit Playback, weil der Sender das so will….?!….
    – Schallplattenvertrag
    Mitte der 1980er Jahre wollte die Polydor durchaus den Vertrag mit Freddy Quinn verlängern, dieser entsprach aber wohl eher einem „unmoralischem Angebot“ und Herr Quinn mag wohl gedacht haben, wieso bekommt ein Udo Jürgens bei der „Ariola“ einen lebenslangen Vertrag und ich, der soviele Tonträger bei der Polydor verkauft hat, werde so abgespeist….
    – Eigene Verantwortung
    Freddy Quinn war es immer wichtig, ob für eine Schallplattenproduktion oder auf Tournee, von einem großen Orchester begleitet zu werden, s. Udo Jürgens und der Pepe Lienhard-Band! Daher natürlich umso enttäuschender so manche Esperanza-Veröffentlichung, deren musikalisches Playback oft billig am Computer zusammengeschustert wurde. So hätte Herrn Quinn persönlich natürlich noch mehr Einfluß nehmen können auf seine (späten) Produktionen und somit auch sein künstlerisches Ausnahmetalent besser darbieten können.
    Fazit:Ich meine, daß diese 5 kleinen Anmerkungen schon verdeutlichen können, warum ein Künstler im Laufe seiner über 5 Jahrzehnte andauernden Karriere ein wenig dünnhäutiger und mißtrauischer werden kann…?!…

  • #68683 Antwort

    Andreas Schmall

    Lieber Thomas!

    Genauso sehe ich seit längerem die Problematik um die (Welt) Karriere und dem Menschen Freddy Quinn. Besser hätte ich es nicht formulieren können!

    Lieben Gruß aus Salzburg – Andreas

  • #68684 Antwort

    Michael Rittershaus

    …am Ende seines Konzerts in Ludwigsburg bat ich ihn um ein Autogramm – u. der Bitte, wie ich an spanische Texte manch seiner Lieder kommen kann (damals in den achtziger Jahren noch schwer zu bekommen) ; er hat mir sehr freundlich geantwortet und bereitwillig die Tel.Nr. notiert, über wen ich diese Texte beziehen könnte. Heutzutage über’s Internet kein Problem; damals noch etwas ganz Besonderes von Freddy persönlich den Tip bekommen zu haben!

    Meinen Dank an die vielen interessanten Schilderungen Eurer Erlebnisse mit Freddy und ganz besonders
    herzliche Grüße an Gitti und Edi

    Michael u.Birgit Rittershaus

  • #68686 Antwort

    Norbert Schmitz

    Lieber Thomas M.
    genau das habe ich mir in all den Jahren auch zusammengereimt. Freddy wurde von seiner Plattenfirma auf das Seefahrerimage reduziert. Lothar Olias konnte oder durfte anscheinend nur Seemannlieder für ihn schreiben. Die haben sich gut verkauft und kamen auf den Markt. Als Freddy sich dann aus diesem Joch befreit hatte – siehe Trennung von Lothar Olias – wurde er der Polydor unbequem. Die neuen Platten wurden nicht mehr so stark beworben und der Verkauf ging zurück. Die Medien haben ihn nur eingeladen, wenn es um Seemannsthemen ging. Eine maritime Show hätte er vielleicht bekommen, aber keine abendfüllende Show nach seinem Geschmack. Dabei waren die Countrysendungen doch ein Renner. Aber die durften andere machen z.B. Jonny Hill. Das Freddy da frustriert war, ist doch normal. Er hatte immerhin eine Bandbreite die ihn zum Weltstar machte.
    Deshalb hat er auch aufgehört und wollte nur noch Theater spielen. Auch hier wurde er ausgebremst. Andere Theater wurden im Fernsehen übertragen. Seine Stücke nicht immer.
    Seine PLatten „Freddy heute 1 + 2“ oder Istanbul ist weit, Mein zu Hause ist der Bahnhof, der Baum des Lebens oder Darum bin ich heute wieder hier, sind doch Klasse. Da hätte er weitermachen können. Aber leider kam alles ganz anders.

    Wir können ihm nur wünschen, dass es ihm gut geht und er mit seiner Rosi glücklich und zufrieden ist. Meint Norbert aus einem sommerlichen Frankfurt

  • #68687 Antwort

    Irmgard Skomoroch

    Guten Tag lieber Norbert genauso ist es gewesen in den Interviews hat Freddy immer gesagt das er immer in die gleiche Schublade geschoben wurde Freddy ist immer ein Vielseitiger Künstler gewesen ganz klar das sich Freddy dagegen gewährt hat nun liebe Grüße Norbert und Partnerin von Irmchen und Werner von der Ostsee 🌊

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